Querétaro


Querétaro
Querétaro
 
[ke'retaro],
 
 1) Hauptstadt des Bundesstaates Querétaro, Mexiko, rd. 1 850 m über dem Meeresspiegel im zentralen Hochland, 679 800 Einwohner; Bischofssitz; Universität (gegründet 1775), pädagogische Hochschule, Technikum, Regionalmuseum; Textilindustrie, Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten; Fremdenverkehr.
 
 
Kolonialzeitliches Stadtbild (UNESCO-Weltkulturerbe) mit heute noch genutztem, fast 9 km langem Aquädukt (1726-37). Im Kloster San Francisco (1683 umgebaut; Kirche um 1640) das Regionalmuseum. In der Kirche Santa Clara polychrome churriguereske Retabel (Ende 18. Jahrhundert). Die Klosterkirche Santa Rosa (1752) hat eine barocke Ausstattung. Das reich dekorierte ehemalige Kloster San Agustín (1731-43) mit Kirche und Kreuzgang ist heute Regierungs-Palast (Palacio Federal).
 
 
Querétaro, ursprünglich eine Siedlung der Otomí, in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts von den Azteken unterworfen, wurde 1531 von bekehrten Indianern für die Spanier erobert; in der Kolonialzeit bedeutend als Stützpunkt auf dem Weg zwischen der Stadt Mexiko und den Silbervorkommen von Guanajuato und Zacatecas; 1810 Ausgangspunkt der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung. 1867 wurde Kaiser Maximilian hier gefangen genommen und am 19. 6. erschossen. Mexikos Verfassung wurde 1917 in Querétaro ausgearbeitet.
 
 2) Bundesstaat Mexikos, 11 658 km2, (2000) 1,402 Mio. Einwohner, im Süden des mexikanischen Hochlands, der Nordosten umfasst einen kleinen Teil der Sierra Madre Oriental; auf den fruchtbaren Hochebenen Anbau von Mais, Weizen, Luzerne, Zuckerrohr, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Pulqueagaven; Viehhaltung; Bergbau v. a. auf Quecksilber und Opale.
 

Universal-Lexikon. 2012.